Donnerstag, August 21, 2008
Polizeistunde
Pünktlich zum ersten Heimspiel hat die Hertha einen neuen Song veröffentlicht, der von den Clubfarben Blauweiß handelt und die Melodie des berühmten Gefangenenchors aus der Oper "Nabucco" verwendet. Ich will nicht mosern über die immer wieder peinliche Gefühlspolitik der Hertha, aber das ist ja wirklich gründlich in die Hose gegangen. Musik und Text laufen konfus nebeneinander her, da stimmt der Rhythmus nicht - wer hat das geschrieben, welcher neue Frankzander hat da gefuhrwerkt? Ich verlange ja nicht, dass Manager Hoeneß das absolute Gehör hat, aber so domspatzenkakophon muss es auch nicht sein. Eingängig, aber mit Witz, das wäre doch die Devise. Bei der Gelegenheit will ich als Gegenmodell auf die beste Adaption hinweisen, die der Chor bisher in der deutschen Popularkultur gefunden hat. In Romuald Karmakars bedeutendem Film "Manila" sitzt eine Gruppe Reisender auf dem Flughafen der philippinischen Hauptstadt fest. Der Abflug verzögert sich, die Wartezeit führt zu allgemeiner Verbrüderung, am Ende singt die politische Masse zu der Melodie aus "Nabucco" die unsterblichen Zeilen: "Polizeistunde kennen wir ni-i-i-icht", freundliche Unbotmäßigkeit, die stark und mit Absicht an das Gemenge unter dem Brandenburger Tor anno 1989 erinnert. So geht man mit unsterblichen Melodien um.
Sonntag, August 17, 2008
Euphoriebremse
Jetzt ist auch die Hertha drin in dieser Saison, und zwar gar nicht schlecht: 2:0 bei Eintracht Frankfurt, ein Auswärtssieg gegen einen Gegner, der einen ähnlich evolutiven Ansatz hat, aber offensichtlich über einen weniger versierten Fussball-Lehrer verfügt. Denn was Coach Favre heute aus seiner Elf herausgekitzelt hat, hat tatsächlich Perspektive. Ich brauchte zwar eine ganze Weile, um mich zurechtzufinden, so originell war das System heute: Simunic als Libero auf gleicher Linie mit Kaká und von Bergen, außen Stein und Pisczcek, die sich wahlweise zur Verteidigung oder zum Mittelfeld (und gegebenenfalls zum Flügel) zählen durften. Davor Kacar, davor Cicero und Raffael eher links (sie brauchten eine Weile, um sich abzustimmen) und der leidenschaftliche Patrick Ebert auf rechts, und davor Pantelic als Mittelstürmer, Schlepper, Herumgeisterer. Das gab viele Möglichkeiten, den Ball "durchzustecken", mehrmals kam die Hertha vor das Tor von Frankfurt, aber erst kurz vor der Pause gab Pantelic einen seiner genialen Assists in den Sechzehner und in den Lauf von Raffael, der Nikolov umkurvte, auf den Ball stieg und ihn sich herrichtete für ein Tor aus spitzem Winkel. Nach der Pause dann wenig Drang von der Eintracht und ein überragender Konter von der Hertha, bei dem wieder Pantelic, dieses Mal rechts draußen, die Rolle des Assistenten zufiel. Links kam Ebert, und wer genau hinsieht, kann vor dessen Abschluss einen winzigen Verzögerungsschritt nach links ausmachen - erst so kam er in die perfekte Balance, um mit links und mit dem Innenrist einzuschieben. Exzellente Fitness ist Voraussetzung für so was. Ebert war heute fast zu aggressiv, einmal ging er mit gestrecktem Bein in den Mann, das blieb aber ungeahndet. Der Coach nahm ihn trotzdem herunter, später gab der Berliner Jung' ein gutes Interview. Er macht sich. Zwei Dinge fielen heute positiv auf. Frankfurt hatte viele Corner, früher hat die Hertha dabei immer schlecht verteidigt, heute hatte sie diese Standardsituationen weitgehend im Griff - das ist ein kaum zu überschätzendes Novum. Zweitens kamen die Frankfurter heute nicht so richtig "in die Zweikämpfe", wie man so schön sagt; der Grund dafür war die technische Überlegenheit fast aller Herthaner, die deswegen aber trotzdem das Kämpfen nicht vergaßen. Der Kommentator auf Premiere war jedenfalls mächtig beeindruckt, und auch Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, zollte Tribut. Er gab in der Pause ein Interview, für das ihm von dieser Seite aus Respekt gezollt werden muß: "Frankfurt ist eine liberale Stadt, wir heißen Migranten willkommen", sagte er, sein Team spielte heute mit "United Colors of Frankfurt" auf der Brust. Die Hertha spielte als weißes Ballett, und deutete an, dass sie etwas in diese Richtung im Sinn (und im Vermögen) hat. Friedhelm Funkel musste danach viele Fragen zum Begriff "Euphoriebremse" beantworten. Die Hertha trifft auf ihre am nächsten Samstag: Arminia Bielefeld.
Pudding
Mit Arsenal FC begann gestern die neue Saison. 13.45 MEZ, das lunch time match in London, im Emirates gegen die Aufsteiger West Bromwich Albions. Nach fünf Minuten stand es 1:0, nach einer schönen Kombination über Nasri-Clichy-Denilson-Nasri, danach kam aber kein Schützenfest, sondern allmählicher Kontrollverlust von Arsenal. Es wurde zwar nur einmal richtig brenzlig, aber es reichte, um allen Auguren, die den Niedergang der Mannschaft kommen sehen, neues Material zu liefern. Adebayor war furchtbar. Zu allem Überfluss brachte Coach Wenger gegen Ende auch noch Touré (mit Afro-Ansatz) auf der rechten Offensivposition, als wäre es nicht schon genug, Eboué an der Stelle des verletzten Fabregas zu sehen. Denilson, der vorläufig den noch nicht gekaufen Mittelfeldspieler vertritt, machte seine Sache ordentlich, er müsste aber auch erst einmal gegen eine dominante Mannschaft beweisen, dass er dagegenhalten und dann immer noch gestaltend wirken kann. Djourou spielte in der Innenverteidigung neben Gallas, auch er gefiel und ließ doch, wie die ganze Mannschaft mit der Ausnahme des tollen Nasri, gewisse Zweifel. Nun, der Pudding beweist sich beim Essen, wie die Engländer sagen: Arsenal wird sich heuer beweisen (oder nicht), die Saison ist der Pudding, und Arsène Wenger muss darin umrühren. Ich hoffe, er tut dies mit common sense.
Freitag, August 15, 2008
Interblok
Zerstreut hat die Hertha gestern einen 2:0-Sieg bei Interblok Ljubljana erspielt. Der Gegner war inferior, schon nach 16 Minuten stand das angestrebte Auswärtstor zu Buche. Danach kam nicht mehr viel, und ich will auch nicht allzuviel aus der Sache ableiten. Technisch sieht das alles ganz okay aus, vor allem Patrick Ebert ist aus diesem Sommer mit deutlich erhöhter Wendigkeit und Gewitztheit am Ball zurückgekommen. Er tritt auf wie ein Führungsspieler, und ihm gelingt tatsächlich ein wenig mehr als dem Rest der Mannschaft. Coach Favre hat gestern experimentiert, er hat die Männer aus seinem übervollen Kader in die eine oder andere Schabernack-Formation gebracht. So brauchte es eine Weile (das lag aber auch an der Kameraarbeit des slowenischen Fernsehens), bis erkennbar war, dass Lukas Pisczcek als rechter Außenverteidiger eingeteilt war (seine Offensivzuspiele waren fast sämtlich unverwertbar). Hertha begann mit einem 4-2-2-2, das noch abstimmungsbedürftig war und zu einem deutlichen Zentrismus führte. Cicero und Lustenberger im Mittelfeld hinten, Raffael und Ebert als Kreative, vorn Pantelic und der (erste Anzeichen: interessante) Chermiti. Flügelspiel fand nicht statt, auch nicht nach Einwechslung von Nicu. Für Sonntag hat Coach Favre nun alle Optionen in der Hand. Ich würde eine Formation bevorzugen, die deutlich mehr "width" hat, wie die englischen Fachmänner gern schreiben: mehr "width", mehr Breite im Spiel, bedeutet auch mehr Witz. Konkret heißt das aber, dass entweder Raffael oder Chermiti zu Beginn auf die Bank müssen, damit Nicu (den ich vor Pisczcek sehe) und Ebert auf die Flügel gehen können, zentral abgesichert von Cicero und Kacar. Wo die Hertha jetzt noch den Königstransfer hintun will in ihrer Mannschaft, ist mir fast ein wenig ein Rätsel. Schon jetzt steigt nicht nur die Konkurrenz im Kader, sonder auch die Konfusion auf dem Feld.
Montag, August 11, 2008
Kartell
Die letzten Tage vor Ligastart will ich zu einer Überlegung darüber nützen, was denn da gerade zwischen dem Bundeskartellamt und der DFL abgeht. Meiner Ansicht nach zwei komplementäre Fälle von Nonsens. Die DFL hat voriges Jahr ja mehr oder weniger einen Putsch fast unbemerkt vollzogen, sie wollte ja nicht mehr und nicht weniger, als dass eine Kirch-Firma künftig alle Bilder vom deutschen Liga-Fußball produziert und dann häppchenweise an Anbieter verteilt, die sich nach gut ausbalancierten Profitmaximierungskriterien aufeinander abzustimmen hätten. Das wäre das Ende des Journalismus in einem ohnehin schon ungeheuer abgeschotteten Bereich gewesen, und der Anfang der reinen Liga-PR. Das Bundeskartellamt hat nun den Vertrag gekippt und de facto die Sportschau um 18h30 auf Dauer gesetzt, wobei noch nicht ganz ausgemacht ist, ob nicht doch einer der desparaten Privatsender da noch einmal dafür bieten wird. Das Amt hat folgende Gleichung aufgemacht: Die zentrale Vermarktung der Fernsehrechte ist ein Kartell, deswegen muss der Verbraucher von dem Kartell wenigstens zeitnahe Brosamen bekommen. Nun lässt sich meines Erachtens schon bestreiten, dass die DFL bei den Fernsehrechten ein Kartell im klassischen Sinn ist. Es geht schließlich bei den Fernsehrechten auch um eine sportliche Angelegenheit, und als Liga hat die Bundesliga ein Interesse, dass der Wettbewerb nach innen (Sport) nicht dadurch verzerrt wird, dass einzelne Team im Wettbewerb nach außen (Übertragung) sich verselbständigen. Die eigentümliche Situation des Fußballs innerhalb und außerhalb des staatlichen Rechts (derzeit ja auch bei den Querelen um die Olympia-Abstellung so deutlich geworden) sollte es doch ermöglichen, diese Sonderstellung einer sportlichen Körperschaft endlich einmal zu akzeptieren und die Zentralvermarktung nicht ständig mit öden Argumenten in Frage zu stellen. Das Interesse der Konsumenten, dem das Kartellamt ja dienen soll, kommt an einer anderen Stelle ins Spiel. Deutschland hat das ungeheure Privileg, dass alle Liga-Partien des ganzen Jahres zur Übertragung kommen. Sie sind aber nur im Block zu buchen, und hier hat der Rechte-Inhaber (Premiere, zwischendurch Arena, jetzt wieder Premiere) tatsächlich einen Monopolhebel. Premiere hat diesen Hebel zu kräftigen Gebührenerhöhungen genützt, dann kam Arena, da haben die Fans ihren Hebel benützt und nicht gekauft. Das Kartellamt müsste meiner Meinung nach sicherstellen, dass dieser - direkt und positiv aus der Zentralvermarktung erwachsende - Schatz als Monopol gesehen wird, das zu knacken ist. Und zwar nicht so wie in England, wo Fans jetzt zwei oder bald mehr Pay-TV-Angebote buchen müssen, um nur die Spitzenspiele zu sehen. Sondern so, dass das eine Paket mit allen 306 Spielen in unterschiedlichen Paketen buchbar ist: nach Club, nach Einzelspiel, nach Saison etc, und vor allem nicht im Zwangs-Junktim mit Wrestling oder Golf. Das wäre Dienst am Fan, daneben ist die Rettung der zeitnahen Zusammenfassung ein Luxus, auf den das Bundeskartellamt nur deswegen stolz sein kann, weil sie dort über die Gesamtsituation allzu "politisch" nachgedacht haben.
Samstag, August 09, 2008
Eintracht Trier
Die Zeitungen lassen kaum ein gutes Haar an dem 3:1 der Hertha gestern bei Eintracht Trier. Die Mannschaft habe sich in die zweite Runde des DFB-Pokals gequält, heißt es. Ich habe die erste Halbzeit nur zerstreut gesehen, weil noch Gäste da waren, die zweite dann halbwegs konzentriert, und ich fand, dass der neue Stil deutlich zu erkennen war - wie der Ball lief, war toll, wie die Spieler liefen, phasenweise auch. Die Abstimmung wächst, zudem waren die drei Tore aus unterschiedlichen Repertoires: Pantelic schaffte früh den Führungstreffer nach einer raffinierten Kombination mit Cicero, den Ausgleich verschuldete Drobny durch mangelnde Strafraumbeherrschung bei einem Corner. Nach der Pause hatte die Hertha das Spiel dann aber im Griff, Lustenbergers Tor und schließlich die wunderbare Flanke von Nicu auf Ebert waren perfekte Teamleistungen. Natürlich läuft sich die Hertha häufig fest, das geht anderen Teams aber nicht anders. Gestern hat sie gegen einen guten und leidenschaftlichen Viertligisten gespielt, die Gesetze des Pokals lassen in der Regel den Klassenunterschied weitgehend verschwinden, die Hertha hat ihn am Ende aber eben doch deutlich gemacht. Für mich war das ein Arbeitssieg im positiven Sinn: Aufgabe erfüllt, neue Erfahrungen gemacht (Lustenberger, Ebert, Hartmann, Nicu), weitere Schritte werden folgen.
Freitag, August 08, 2008
Wohnzimmer
Pünktlich zur neuen Saison bin ich nach Berlin zurückgekehrt. Die Hertha muss heute im DFB-Pokal in Trier antreten, sie will heuer endlich ins Finale dieses Bewerbs kommen, weil dieses nämlich, wie die Medien es gern zuspitzen, in ihrem "Wohnzimmer", im Olympiastadion nämlich, ausgetragen wird. Das DFB-Pokalfinale muss für die Hertha also jedes Jahr wie eine Party im eigenen Haus sein, zu der sie sich selber ausgeladen hat. Ich will das Bild nicht überstrapazieren, mir dient heute das eigene Wohnzimmer als Stadion (wie während des Tages als Arbeitszimmer), ich schaue mir das Match auf Premiere an. Halte ich übrigens für eine cleveren Schachzug des Bezahlsenders, sich die Rechte für den Cup zu sichern - sie waren sicher nicht teuer, und schaffen maximale Streuung des Interesses. Am Mittwoch war ich noch in Wien, und habe dort die Gelegenheit genutzt, meiner Jugendliebe Rapid Wien dabei zuzusehen, wie sie sich gegen den zypriotischen Club Anorthosis Famagusta nach einem peinlichen 0:3 im Auswärtsspiel mit 3:1 im Heimspiel gesamt nicht durchsetzte. Das relativ kleine Hanappi-Stadion (ein Wohnzimmer) im Westen von Wien war fast voll, die Stimmung war unglaublich, die Mannschaft aber wohl eher nervös, es gab einige grobe Fehlleistungen zu sehen. Brutal ist, dass Rapid durch dieses Versagen für heuer gänzlich aus den europäischen Bewerben fällt, es gibt keinen zweiten Bildungsweg im Uefacup für gescheiterte Landesmeister. Steffen Hofmann, der in Wien als (lokaler) "Fußballgott" verehrt wird, schaut entsprechend entgeistert in seine Handflächen.
Sonntag, August 03, 2008
Suchbild
Im Netz habe ich dieses Bild vom Arsenal-Match in Ritzing gefunden, es zeigt die an diesem Tag erste Elf mit Pat Rice beim Aufwärmen, und in einer Distanz zu den Spielern, aus der sich direkt auf meine Ergriffenheit in diesem Moment schließen lässt, den Hauptkorrespondenten dieser Seite: Marxelinho, also mich. Da ich nicht so häufig mit Bacary Sagna in einem Bild bin, erlaube ich mir diese diskrete Selbstdarstellung. Die Sommerpause muss aufhören, sonst fängt dieser Blog an, sich zu verzetteln.
Hartmann
Seit ich diesen Blog schreibe, gab es fast immer einen Spieler, an dessen Überwindung mir besonders gelegen war. Dardai, Kovac, van Burik, so lässt sich diese Linie zurückverfolgen bis zu Michael Hartmann, dem Vorgänger von Malik Fathi, der inzwischen auch überwunden wurde - überhaupt gefällt mir an Coach Favre, dass er ein Überwinder zu sein scheint. Er baut aber auch auf, und so kommt es, dass es bei der Hertha in dieser Saison wieder einen Hartmann gibt, einen 17jährigen mit Vornamen Lennart. Ich habe ihn in diesem Sommer noch bei der U17 gesehen, jetzt spielt er mit dem ersten Team, und zwar so, dass er jetzt schon zum erweiterten Kreis zu zählen ist. Beim Testspiel gegen Newcastle auf Mallorca hat er das einzige Tor für den 1:0-Sieg der Hertha vorbereitet, eine filigrane Doppelpass-Arbeit mit Pantelic, die Hartmann direkt vor den Tormann brachte, den er umspielte, das Foul ignorierte er im Stil von Theo Walcott, die Flanke musste Nicu nur noch einnicken. Ein tolles Tor, das nebenbei Pantelic als Assistenten zeigt, als den ich ihm immer auch schon gesehen habe - seine Pässe sind manchmal von einer sagenhaften Intelligenz. Fußball ist, wenn aus Stückwerk ein Spiel wird, deswegen ist die Hertha wie alle anderen Teams in diesem Stadium (Arsenal verlor gestern 0-1 gegen Juve im Emirates Cup, Adebayor hat seinen Vertrag zu besseren Bedingungen verlängert) noch kaum auszurechnen. Hartmann gehört aber anscheinend auf die Habenseite. Der FC Liverpool hat Robbie Keane gekauft, mit dem ich im Vorjahr in der Fantasy Premier League viele Punkte gemacht habe - im Verein mit Torres ergibt das einen extrem gefährlichen Angriff und einen ersten Geheimfavoriten auf den Premier-League-Titel 2009.
Freitag, August 01, 2008
Laibach
Die slowenische Hauptstadt Ljubljana hat der Welt so bedeutende Phänomene wie die Band Laibach ("Leben heißt leben") oder den perikommunistischen Neolacanismus (Mladen Dolar, Slavoj Zizek) beschert. Das wird für Michael Preetz und die Verantwortlichen von geringem Belang sein. Sie müssen nur ein gutes Hotel finden für die Reise zum Hinspiel in der 2. Runde der Uefacup-Qualifikation gegen Interblok Ljubljana am 14. August; eine eigene Köchin, wie sie gestern noch nach Moldawien mitgenommen wurde, wird vermutlich nicht nötig sein. Heute morgen erst hat mir mein Vater erzählt, dass ein Teil seiner Familie aus Slowenien stammt, ich hatte das immer ungefähr gewusst, aber nie genau nachgefragt. Knapp nur ist die Hertha mit diesem Gegner dem von mir am meisten befürchteten Gegner Red Bull Salzburg entkommen, die in der benachbarten Paarung zugelost wurden. Kunstrasen, Niko Kovac, etc. hätten das zu einem heiklen Einsatz werden lassen, die Salzburger wären der klassische "undankbare" Opponent gewesen. Blieb uns erspart. Kurze Reisen stehen den beiden Premier-League-Clubs bevor, die in der CL-Qualifikation antreten müssen: Arsenal gegen Twente Enschede und Liverpool gegen Standard Lüttich. Die Saison nimmt Fahrt auf.
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