Es war im Grunde ein irreguläres Match, denn Lazio spielte nur dem Schein nach auf das Tor, zwischendurch erzielte Inter zwei Kopfballtreffer, gegen die Niederlage mit 0:2 gab es keinen Widerstand. "Inter, cosi è facile!", schrieben die italienischen Zeitungen am nächsten Tag, "Inter, so leicht kann es gehen". Der Sarkasmus ist natürlich auch vor dem Hintergrund zu verstehen, dass in der Serie A noch vor wenigen Jahren immer wieder Spiele verschoben wurden.
Lazio gegen Inter am Sonntag war nicht direkt verschoben worden, aber es war von Drohungen der Lazio-Fans gegen die eigenen Spieler die Rede - alles nur deswegen, weil der Hass auf Roma wichtiger ist als ein Sieg über Inter. Kein Wunder, dass das Match schließlich auch in den politischen Leitartikeln besprochen wurde, wo es als Symptom für eine italienische Kultur der Destruktivität und Rechtsbeugung genommen wurde.
Simon hat vor dem Match einen kleinen Film gedreht: "Die Betretung des Stadio Olimpico durch einen deutschen Groundhopper 2. Mai 2010".
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