Montag, Oktober 10, 2005

Galaktisaray Bastürkei














Ich kann mir nicht helfen, aber der Sieg der Türkei im Freundschaftsspiel gegen Deutschland vor zwei Tagen war für mich auch die Rache von Bastürk an Borowski. In Istanbul standen sie einander direkt gegenüber, Spielmacher gegen Spielmacher, und Bastürk hat gezeigt, daß er nicht der Schwalbenkönig ist, als den Borowski ihn vor einer Woche diffamiert hat. Er ist einfach ein sehr schneller Spieler, der die Initiative übernimmt, auch in räumlich sehr engen Situationen, und deswegen oft gefoult wird. Die Deutschen haben ihm eine Halbzeit lang so viel Platz gelassen, wie er sonst nie bekommt. Das lag an der Taktik von Klinsmann, der nicht zum ersten Mal die vier Jungen aus der Kette ein wenig zu sehr isoliert hat. Das lag aber auch daran, daß Borowski, Schweinsteiger und Schneider den Ballack machen wollten, und deswegen schlecht verteidigt haben. Vielleicht konnten sie auch das Spiel nicht lesen, weil es ihnen um die Ohren gerauscht ist. Mir gefiel an dem Länderspiel auch, daß Sebastian Deisler, mit dem ich immer noch sympathisiere, auch wenn er bei uns glücklicher geworden wäre, sich nicht hängen ließ, daß Christoph Daum sein Haupthaar immer noch superscharf scheitelt (und inzwischen sogar die indirekte Bande mit Beckenbauer beherrscht), und daß Klinsmann die Faust in der Tasche geballt hat. Das mache ich auch immer, wenn ich Borowski sehe. Nicht weil er ein Tor geschossen hat gegen die Hertha, sondern weil er im Interview nachgetreten hat.

1 Kommentar:

der wiener hat gesagt…

Mein absoluter Lieblingsspieler zur Zeit ist ja Zlatan Ibrahimovic. Der hat ein Gefühl in seinen zwei Pratzerln, das einzigartig ist.
Nur finde ich dieses Juwel bei der alten Dame in Turin total falsch geparkt, in dieser nebeligen Stadt mit diesem riesigen Stadion, in das immer nur 4000 Leute kommen. Der gehört woanders hin, denke ich immer wieder, wo er die Massen begeistern kann. Und tatsächlich könnte ein Vereinswechsel schon bald bevorstehen, denn heute früh lese im STANDARD diese Nachricht:

"Ein arbeitsloser schwedischer Fußball-Fan, der sich über einen Lotto-Rekordgewinn von 122,8 Millionen Kronen (rund 13 Millionen Euro) freuen durfte, will seinen Landsmann und Juventus-Starstürmer Zlatan Ibrahimovic kaufen. Der 36-jährige Glückspilz, der anonym bleiben wollte, diskutierte mit dem schwedischen Lotterien-Chef Tommy Wahlgren die Möglichkeit, mit dem "Dreikronen"-Teamspieler seinen Lieblings-Klub Visby Gute (zweite schwedische Liga) zu verstärken."

Der Wahnsinn regiert die Welt.